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Rainer Weber - Biografie

Mit sieben Jahren nahm Rainer Weber sein erste Klarinette in die Hand, ein Erbstück, dass als Dekoration diente, da niemand sonst in der Familie dem Instrument Töne entlocken konnte, und spielte los. Seit dem hat seine Faszination für dieses Instrument und seine Spielfreude nicht nachgelassen. 2012 kam dann die Bassklarinette hinzu, die schnell zu seinem Hauptinstrument wurde. Klassisch ausgebildet, beschäftigte sich Rainer Weber intensiv mit Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts und erweiterte sein Repertoire um Spieltechniken wie Vierteltöne, Mehrklänge (Multiphonics), Slap-Tounge etc.. Lyrisch, geräuschhaft, rhythmisch, melodisch schöpft er das große Potential seiner Bassklarinette aus und entwickelt immer wieder neue Spieltechniken die das Klangspektrum des Instrumentes in ausdrucksstarke, spannende Grenzbereiche führen. Rainer Weber hat sich seit vielen Jahren auf improvisierte Musik und ihre Ausformungen spezialisiert. In seinen Projekten arbeitet er häufig interdisziplinär mit bildenden Künstlern, Lyrikern, Tänzern, Performern etc. zusammen und ist selber auch als Sprecher tätig. Ebenso führt er Erwachsene, Jugendliche und Kinder an die Improvisation heran.
© Frank Baquet

Rainer Weber - Solo

Solo trete ich zu Vernisssagen, Finissagen o. ä. Events auf und gehe mit meinen Improvisationen individuell auf den Anlass und den Spielort ein. Das Hauptinstrument bleibt dabei die Bassklarinette. Wenn der Rahmen es ermöglicht erweitere ich das Klangspektrum noch durch Live Elektronik und Loops. Photo: © Frank Baquet

Schichtarbeit Raupach-Weber

Ulrich Raupach und Rainer Weber sind Schichtarbeiter – Schlagwerk, live Elektronik, Klarinetten sind ihr Handwerkszeug und Ihr Arbeitsfeld ist die improvisierte Musik. Den Schlagzeuger aus Leipzig und den Bonner Klarinettisten verbindet eine langjährige, nicht nur musikalische Freundschaft. Im Duo können sie ihr gemeinsames Gespür für Formen in der Musik, ihre Schichtarbeit, am besten entfalten. Mal filigran, mal druckvoll, rhythmisch, mitunter unberechenbar aber immer leidenschaftlich ziehen sie den Hörer in ihren Bann. Ulrich Raupach (*1964), studierte in Leipzig und Halle Gefäßdesign / Glas + Keramik und arbeitet seit 1993 als selbständiger Designer mit eigener Porzellanmanufaktur. Parallel dazu ist er als Schlagzeuger, Perkussionist und Elektroniker in den Jazz-Szenen Leipzig und Dresden aktiv. Nach einer Zusammenarbeit mit der Leipziger Pianistin Simone Weissenfels gründete er das Improhazard Festival für improvisierte Musik, das seit 2009 auf dem Gelände der eigenen Porzellanmanufaktur jährlich stattfand und Improvisationsmusiker aus ganz Deutschland und auch internationale Gäste zusammenbringt. 2026 wir das Festival zu ersten Mal in Leipzig organisiert.

Rainer Weber - Solo

Schichtarbeit Raupach-Weber

Experimentale Troisdorf 2023

Ein großartiger Einstieg mit dem Duo Xu Fengxia - Rainer Weber […] Die Musikerin Xu Fengxia, eine Virtuosin auf den chinesischen Saiteninstrumenten Guzheng (chinesische Wölbbrettzitter) und Sanxian (Langhalslaute) trifft auf den Klarinettisten Rainer Weber. Die Beiden spielen zum ersten Mal zusammen. Sanxian und Bassklarinette spielend kommen die Musikerin und der Musiker durch den Zuschauerraum nach vorn. Den Schalltrichter der Bassklarinette hat Rainer Weber mit Alufolie abgedeckt. Die Musik beginnt mit ruhigen Tönen, steigert sich dann und wird immer schneller. Xu Fengxia hat die Führung und Rainer Weber geht sehr sensibel auf ihre Impulse ein. Dann wechselt Xu Fengxia zur chinesischen Wölbzitter Guzheng. Sie improvisiert auf dem Instrument, aber sie spielt keine traditionelle chinesische Musik, sondern westliche Improvisationsmusik. Teilweise ist ihr Spiel sehr perkussiv und sie bearbeitet die Saiten mit der Faust oder der flachen Hand, dazu singt sie mit lauter kräftiger Stimme chinesische Lieder. Für eine kürzere Passage spielt sie dann die Guzheng im traditionellen chinesischen Stil. Rainer Weber umspielt sehr einfühlsam mit Klarinette oder Bassklarinette (nun ohne Aluabdeckung) die Klänge von Xu Fengxia. Zwischendurch entfernt er sich von ihr und die Beiden spielen nebeneinander, aber immer mit Achtsamkeit für die/den Andere*n. Langsam wird die Musik dichter und temperamentvoller, der Gesang expressiv und das Konzert kommt zu seinem Höhepunkt. Ein großartiger Einstieg in die Experimentale, eine Improvisationsmusikerin und ein Improvisationsmusiker, die beide von behutsam bis wild miteinander spielen und immer neue Formen und Strukturen entwickeln. […] (Uwe Bräutigam, 27.09.202 nrwjazz.net/jazzreports)

Fünf Jahre Experimentale Troisdorf

Georges Paul und Rainer Weber boten Improvisation auf höchstem Niveau […] Zum Abschluss des Festivals spielen Georges Paul, Saxophon und Kontrabass und Rainer Weber, Bassklarinette und Klarinette. Eigentlich wollten sie als Trio mit dem Essener Schlagzeuger Simon Camatta spielen. Leider war Camatta verletzt und musste absagen. Georges Paul, in Saloniki geboren und in Bonn lebend, ist auf dem Festival kein Unbekannter mehr. Er ist ein ideenreicher Improvisationsmusiker, der gerne auch im energetischen Freejazz Bereich spielt. Auch Rainer Weber ist nicht zum ersten Mal im Kunsthaus Troisdorf, so hat er im August mit einem Quartett dort gespielt und der Konzertmitschnitt ist als digitales Album mit dem Titel Breeze veröffentlicht worden. Beide Musiker sind also versierte Improvisationsmusiker, die aus einem großen Fundus an musikalischen Ideen schöpfen und daraus im gegenwärtigen Moment neue Musik entwickeln. Ihre Improvisationen reichen von wilden Freejazz Phasen bis hin zu sehr feinfühligen zarten Klängen. Durch den Wechsel der Klarinetten und den Wechsel von Saxophon zu Kontrabass, kommen noch zusätzliche Klangfarben ins Spiel. Natürlich werden auch extented techniques eingesetzt. So ist auch das letzte Konzert des kleinen Festivals im Kunsthaus Troisdorf ein Highlight. […] (Uwe Bräutigam, 12.10.2022 nrwjazz.net/jazzreports)

c!ang #5.3

Rainer Weber – Bassklarinette Die Bassklarinette, so kann man nachlesen, gehört zu den Instrumenten, die aus einer Nebenrolle heraus zu einem ernstzunehmenden, und dann auch schwierigen Instrument geworden sind. Und schaut man sich in der Musikgeschichte um, dann trifft man auf die entsprechenden Figuren: Adolphe Sax, Gustav Mahler, Eric Dolphy, Mauricio Kagel. Was sie gemeinsam haben, ist eine Liebe zum warmen Klang, den die Bassklarinette in erstaunlich vielen Varianten auftragen kann, von wattiert, klar und holzig bis leuchtend und singend. Wie schön also, dass Rainer Weber an diesem Abend nach Düsseldorf gekommen war, um gleich mit dem ersten kurzen Stoß das Buckner-Atelier so aufzuwärmen, dass niemand mehr den Sommer missen wollte. Auf erste pentatonische Ideen folgten lang gezogene Töne, Triller, treffende Phrasen und kleine Zupfer am Blatt; zauberhaft die überblasenen Partien, tänzerisch die Läufe, knackend das perkussive Steppen der Klappen. Weber ist ein wunderbarer Erzähler auf dem Instrument, der über Akzente, Ton- und Klangwechsel, mit Komik und Geschnatter, freien Passagen und schnellen Läufen wie selbstverständlich seinen ‚Stoff‘, also seine Klarinette spielen lässt. Es mag überspannt sein, seinen Auftritt für eine Hegelexegese zu benutzen, aber warum nicht. So wie Weber Leichtigkeit und Nachdenklichkeit miteinander kreuzte, und das im Modus der Improvisation, durfte man sich eingeladen fühlen, über die erste Bedingung des freien Spiels nachzudenken: Spontaneität. Terry Pinkard hat hier zu Hegel eine treffende Formulierung gefunden, die das Problem umreißt und eine – sagen wir – experimentelle, im Grunde poetische Lösung anbietet: „Unsere eigene Freiheit ist eine Voraussetzung, die wir mir Blick auf uns selbst machen müssen, ohne sie theoretisch verteidigen zu können; sie ist eine notwendige Bedingung dafür, dass wir uns als spontane Wesen begreifen, als Wesen, die sich nicht nur als körperliche Dinge innerhalb der Welt sehen, sondern eine subjektive Sichtweise auf die Welt haben.“ (Pinkard, „Das Paradox der Autonomie: Kants Problem und Hegels Lösung“, 2002) Daraus kann man eine denkbar gute Haltung ableiten, die von der großen Geste der Befreiung entspannt. Weber scheint diesen Modus bereits gefunden zu haben, konnte er doch wie selbstverständlich der Zeit das Spiel, dem Raum den Klang und der Tonfolge das Erzählen beibringen. Wenn das keine subjektive Sichtweise auf die Welt ist, was dann? (Claas Morgenroth, Buckner-Atelier, Düsseldorf 31.10.2015)

Pressestimmen

© Frank Baquet
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Rainer Weber - Biografie

Mit sieben Jahren nahm Rainer Weber sein erste Klarinette in die Hand, ein Erbstück, dass als Dekoration diente, da niemand sonst in der Familie dem Instrument Töne entlocken konnte, und spielte los. Seit dem hat seine Faszination für dieses Instrument und seine Spielfreude nicht nachgelassen. 2012 kam dann die Bassklarinette hinzu, die schnell zu seinem Hauptinstrument wurde. Klassisch ausgebildet, beschäftigte sich Rainer Weber intensiv mit Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts und erweiterte sein Repertoire um Spieltechniken wie Vierteltöne, Mehrklänge (Multiphonics), Slap-Tounge etc.. Lyrisch, geräuschhaft, rhythmisch, melodisch schöpft er das große Potential seiner Bassklarinette aus und entwickelt immer wieder neue Spieltechniken die das Klangspektrum des Instrumentes in ausdrucksstarke, spannende Grenzbereiche führen. Rainer Weber hat sich seit vielen Jahren auf improvisierte Musik und ihre Ausformungen spezialisiert. In seinen Projekten arbeitet er häufig interdisziplinär mit bildenden Künstlern, Lyrikern, Tänzern, Performern etc. zusammen und ist selber auch als Sprecher tätig. Ebenso führt er Erwachsene, Jugendliche und Kinder an die Improvisation heran.
© Frank Baquet

Rainer Weber - Solo

Solo trete ich zu Vernisssagen, Finissagen o. ä. Events auf und gehe mit meinen Improvisationen individuell auf den Anlass und den Spielort ein. Das Hauptinstrument bleibt dabei die Bassklarinette. Wenn der Rahmen es ermöglicht erweitere ich das Klangspektrum noch durch Live Elektronik und Loops. Photo: © Frank Baquet

Schichtarbeit Raupach-Weber

Ulrich Raupach und Rainer Weber sind Schichtarbeiter – Schlagwerk, live Elektronik, Klarinetten sind ihr Handwerkszeug und Ihr Arbeitsfeld ist die improvisierte Musik. Den Schlagzeuger aus Leipzig und den Bonner Klarinettisten verbindet eine langjährige, nicht nur musikalische Freundschaft. Im Duo können sie ihr gemeinsames Gespür für Formen in der Musik, ihre Schichtarbeit, am besten entfalten. Mal filigran, mal druckvoll, rhythmisch, mitunter unberechenbar aber immer leidenschaftlich ziehen sie den Hörer in ihren Bann. Ulrich Raupach (*1964), studierte in Leipzig und Halle Gefäßdesign / Glas + Keramik und arbeitet seit 1993 als selbständiger Designer mit eigener Porzellanmanufaktur. Parallel dazu ist er als Schlagzeuger, Perkussionist und Elektroniker in den Jazz-Szenen Leipzig und Dresden aktiv. Nach einer Zusammenarbeit mit der Leipziger Pianistin Simone Weissenfels gründete er das Improhazard Festival für improvisierte Musik, das seit 2009 auf dem Gelände der eigenen Porzellanmanufaktur jährlich stattfand und Improvisationsmusiker aus ganz Deutschland und auch internationale Gäste zusammenbringt. 2026 wir das Festival zu ersten Mal in Leipzig organisiert.

Rainer Weber - Solo

Schichtarbeit Raupach-

Weber

Experimentale Troisdorf 2023

Ein großartiger Einstieg mit dem Duo Xu Fengxia - Rainer Weber […] Die Musikerin Xu Fengxia, eine Virtuosin auf den chinesischen Saiteninstrumenten Guzheng (chinesische Wölbbrettzitter) und Sanxian (Langhalslaute) trifft auf den Klarinettisten Rainer Weber. Die Beiden spielen zum ersten Mal zusammen. Sanxian und Bassklarinette spielend kommen die Musikerin und der Musiker durch den Zuschauerraum nach vorn. Den Schalltrichter der Bassklarinette hat Rainer Weber mit Alufolie abgedeckt. Die Musik beginnt mit ruhigen Tönen, steigert sich dann und wird immer schneller. Xu Fengxia hat die Führung und Rainer Weber geht sehr sensibel auf ihre Impulse ein. Dann wechselt Xu Fengxia zur chinesischen Wölbzitter Guzheng. Sie improvisiert auf dem Instrument, aber sie spielt keine traditionelle chinesische Musik, sondern westliche Improvisationsmusik. Teilweise ist ihr Spiel sehr perkussiv und sie bearbeitet die Saiten mit der Faust oder der flachen Hand, dazu singt sie mit lauter kräftiger Stimme chinesische Lieder. Für eine kürzere Passage spielt sie dann die Guzheng im traditionellen chinesischen Stil. Rainer Weber umspielt sehr einfühlsam mit Klarinette oder Bassklarinette (nun ohne Aluabdeckung) die Klänge von Xu Fengxia. Zwischendurch entfernt er sich von ihr und die Beiden spielen nebeneinander, aber immer mit Achtsamkeit für die/den Andere*n. Langsam wird die Musik dichter und temperamentvoller, der Gesang expressiv und das Konzert kommt zu seinem Höhepunkt. Ein großartiger Einstieg in die Experimentale, eine Improvisationsmusikerin und ein Improvisationsmusiker, die beide von behutsam bis wild miteinander spielen und immer neue Formen und Strukturen entwickeln. […] (Uwe Bräutigam, 27.09.202 nrwjazz.net/jazzreports)

Fünf Jahre Experimentale Troisdorf

Georges Paul und Rainer Weber boten Improvisation auf höchstem Niveau […] Zum Abschluss des Festivals spielen Georges Paul, Saxophon und Kontrabass und Rainer Weber, Bassklarinette und Klarinette. Eigentlich wollten sie als Trio mit dem Essener Schlagzeuger Simon Camatta spielen. Leider war Camatta verletzt und musste absagen. Georges Paul, in Saloniki geboren und in Bonn lebend, ist auf dem Festival kein Unbekannter mehr. Er ist ein ideenreicher Improvisationsmusiker, der gerne auch im energetischen Freejazz Bereich spielt. Auch Rainer Weber ist nicht zum ersten Mal im Kunsthaus Troisdorf, so hat er im August mit einem Quartett dort gespielt und der Konzertmitschnitt ist als digitales Album mit dem Titel Breeze veröffentlicht worden. Beide Musiker sind also versierte Improvisationsmusiker, die aus einem großen Fundus an musikalischen Ideen schöpfen und daraus im gegenwärtigen Moment neue Musik entwickeln. Ihre Improvisationen reichen von wilden Freejazz Phasen bis hin zu sehr feinfühligen zarten Klängen. Durch den Wechsel der Klarinetten und den Wechsel von Saxophon zu Kontrabass, kommen noch zusätzliche Klangfarben ins Spiel. Natürlich werden auch extented techniques eingesetzt. So ist auch das letzte Konzert des kleinen Festivals im Kunsthaus Troisdorf ein Highlight. […] (Uwe Bräutigam, 12.10.2022 nrwjazz.net/jazzreports)

c!ang #5.3

Rainer Weber – Bassklarinette Die Bassklarinette, so kann man nachlesen, gehört zu den Instrumenten, die aus einer Nebenrolle heraus zu einem ernstzunehmenden, und dann auch schwierigen Instrument geworden sind. Und schaut man sich in der Musikgeschichte um, dann trifft man auf die entsprechenden Figuren: Adolphe Sax, Gustav Mahler, Eric Dolphy, Mauricio Kagel. Was sie gemeinsam haben, ist eine Liebe zum warmen Klang, den die Bassklarinette in erstaunlich vielen Varianten auftragen kann, von wattiert, klar und holzig bis leuchtend und singend. Wie schön also, dass Rainer Weber an diesem Abend nach Düsseldorf gekommen war, um gleich mit dem ersten kurzen Stoß das Buckner-Atelier so aufzuwärmen, dass niemand mehr den Sommer missen wollte. Auf erste pentatonische Ideen folgten lang gezogene Töne, Triller, treffende Phrasen und kleine Zupfer am Blatt; zauberhaft die überblasenen Partien, tänzerisch die Läufe, knackend das perkussive Steppen der Klappen. Weber ist ein wunderbarer Erzähler auf dem Instrument, der über Akzente, Ton- und Klangwechsel, mit Komik und Geschnatter, freien Passagen und schnellen Läufen wie selbstverständlich seinen ‚Stoff‘, also seine Klarinette spielen lässt. Es mag überspannt sein, seinen Auftritt für eine Hegelexegese zu benutzen, aber warum nicht. So wie Weber Leichtigkeit und Nachdenklichkeit miteinander kreuzte, und das im Modus der Improvisation, durfte man sich eingeladen fühlen, über die erste Bedingung des freien Spiels nachzudenken: Spontaneität. Terry Pinkard hat hier zu Hegel eine treffende Formulierung gefunden, die das Problem umreißt und eine – sagen wir – experimentelle, im Grunde poetische Lösung anbietet: „Unsere eigene Freiheit ist eine Voraussetzung, die wir mir Blick auf uns selbst machen müssen, ohne sie theoretisch verteidigen zu können; sie ist eine notwendige Bedingung dafür, dass wir uns als spontane Wesen begreifen, als Wesen, die sich nicht nur als körperliche Dinge innerhalb der Welt sehen, sondern eine subjektive Sichtweise auf die Welt haben.“ (Pinkard, „Das Paradox der Autonomie: Kants Problem und Hegels Lösung“, 2002) Daraus kann man eine denkbar gute Haltung ableiten, die von der großen Geste der Befreiung entspannt. Weber scheint diesen Modus bereits gefunden zu haben, konnte er doch wie selbstverständlich der Zeit das Spiel, dem Raum den Klang und der Tonfolge das Erzählen beibringen. Wenn das keine subjektive Sichtweise auf die Welt ist, was dann? (Claas Morgenroth, Buckner-Atelier, Düsseldorf 31.10.2015)

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